Das bisher umfangreichste Projekt meiner künstlerischen Arbeit sind die »Siegel«. Unter dem Motto »Siegel für Orte - Orte für Siegel« entwickele ich Konzepte für Räume und Anlässe. Die Ortsbezogenheit wird für meine Arbeiten immer bedeutender.

Es kristallisiert sich eine für mich spezielle Arbeitsweise heraus, die ich mit dem Begriff »haptische Zeichnung« betitele. Der Einsatz künstlerisch untypischer Materialien und Techniken (z.B. Häkelfeld, SalzZeichnung, Kunstrasen-Schnitt) ist ein weiteres Merkmal. Außerdem wird mir der Boden als Präsentationsfläche immens wichtig.
   

Die diesjährige Große Kunstausstellung läuft unter dem Motto Im Haus. Zwei aktuelle Bodenarbeiten aus der Familie der HerzSiegel werden in München zu sehen sein: Kunst-Rasen-Im-Haus.
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Kunst-Rasen-Im-Haus: Rotationsherz 2 | 2010 | Kunstrasenschnitt | 300 cm x 300 cm
   
       
  salzsiegel  

Die TagesSiegel aus 365+1 Siegel werden im Kontext des trauerraums zu Lebenszeichen, die das Leben einer Person auf dieser Erde umrahmen. Speziell für den trauerraum wird eine Installation aus Siegel-Zeichnungen im Raum entwickelt.
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Siegel Nr. 323 | 2010 | Salzstreuung | 330 cm x 200 cm
   
 
   
   

In Korrespondenz mit den Räumen des Industriemuseums entwickelte ich die Familie der HerzSiegel, bestehend aus einer großen Bodenarbeit und einem Dutzend Wandarbeiten.
Herz-Stücke der Bodenfliesen inspirierten mich, die Ornamentik des Bodens ordnete ich zu neuen Mustern, in Kunst-Rasen geschnitten.
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Herzschacht - aus der Familie HerzSiegel | 2010 | Kunstrasenschnitt | 50 cm x 50 cm
   
       
   
Bundesweit wurde 2008 das Projekt KunstOrt Garten ausgeschrieben, initiiert von der Gruppe KunstHalle, die Kunst in Halle Westfalent projektiert und kuratiert. Ausgewählte Arbeiten waren auf dem Wiesengelände an und in der Alten Lederfabrik zu sehen.
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Dort verortete ich Häkelfeld Siegel 9, mit Heringen im Boden verankert. Die offenen Häkelfelder waren durchlässig für Licht und den sprießenden Rasen.
Die Filethäkelei steht in Korrespondenz zur digitalen Welt. Das Rasterfeld – Filetfeld ist gefüllt oder nicht gefüllt, es heißt hier: Häkeln statt pixeln!

 
Häkelfeld Siegel Nr. 9 | 2008 | Fischernetzgarn | 200 x 300 cm | 17 kg
   
       
   

Die erste große Einzelausstellung mit meinem Siegel-Projekt fand 2000 in Bremen im Atelierhof statt.
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Zu der Ausstellung erschien der Katalog SIEGEL, Sabine Schellhorn, Herausgeber: Institut für Lippische Landeskunde. Im Lipper Land, nämlich in der Stadt Schieder-Schwalenberg verbrachte ich 1997 mein sehr fruchtbares Stipendium im Künstlerhaus, diesem Stipendium habe ich u.a. die intensive Arbeit am Siegelprojekt zu verdanken!

 
Siegelraum | 2000 | 9 Papierobjekte | Rauminstallation